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Für den langfristigen Erhalt von Videokunst sind die Erhaltung der technischen Komponenten und die physische Bewahrung der Bandmaterialien Voraussetzung. Denn: Videobänder zerfallen wie alle anderen Dinge auch. Erhöhte Temperatur und Luftfeuchte führen zu einem beschleunigten Zerfall. Historische Bänder sind besonders gefährdet und gleichzeitig auch gefährlich. Sie sind zum Grossteil unbedacht gelagert worden und mittlerweile stark degradiert, so dass ein weiterer Zerfall beschleunigt stattfindet. Hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden sie sich stark von den modernen Bändern. Bei einer falschen Lagerung unterliegen sie nicht nur einem beschleunigten Zerfallsprozess sondern gefährden durch die entstehenden Schadgase auch andere Bänder. Zum Umgang mit Video lässt sich sagen, dass Videobänder keinesfalls starken Klimaschwankungen unterliegen dürfen. Sie müssen regelmässig auf kontrollierten und justierten Geräten umgespult werden. Archivmaster dürfen nicht als Sichtungskopien eingesetzt werden. Die Aufbewahrungsbedingungen spielen eine entscheidende Rolle für die Lebensdauer von Videobändern. Die Werte für die relative Luftfeuchte und die Raumtemperatur hängen davon ab, ob es sich um Bandmaterial für eine mittel- oder langfristige Lagerung handelt. Grundsätzlich sind Archive notwendig mit möglichst fensterlosen Räumen sowie einer Klima- und Schadgaskontrolle. Die Aufbewahrungsbedingungen für Archivmaster und Originale sind ziemlich kühl. Die Klimaanforderungen für eine Langzeitarchivierung von magnetischen Bändern liegen zwischen 11-17°C und einer maximalen relativen Luftfeuchte von 30-50% RF. Die Aufbewahrungsbedingungen für Arbeitskopien sind nicht so streng. Sie verlangen durchschnittliche Werte von maximal 50% relativer Luftfeuchte und maximal 23°C einzuhalten. Allgemein gilt, dass eine Temperatur von 8°C nicht unterschritten werden soll, um eine Trennung des Weichmachers in der Bindemittelschicht zu vermeiden. Kopierstrategien sind das zweite Standbein, um die auf Videobändern gespeicherten Informationen zugänglich zu halten. Denn die Bänder sollen nicht nur physisch erhalten bleiben, sondern es muss auch in Zukunft Möglichkeiten geben, diese Bänder abzuspielen. Daher spielt die Wahl der Formate eine entscheidende Rolle. Das Umkopieren auf archivfähige Formate wie Betacam SP und Digital Betacam bietet also neben der Erhaltung der Information auch zukünftig eine gesicherte Zugänglichkeit durch ihre weltweite Verbreitung. Für den Erhalt von gefährdeten Einzelwerken ist die Erstellung eines Archivmasters und einer Sichtungskopie notwendig wie auch eine sinnvolle Lagerung sowohl des Originals als auch der Archivmaster. Als Formate für Archivmaster werden Digital Betacam und Betacam SP verwendet, als Sichtungskopien DVDs, VHS- bzw., S-VHS-Bänder. Bereits degradierte Werke mit deutlichen Verlusten wie starkem Bildrauschen werden auf das analoge Format Betacam SP kopiert, um zu vermeiden, dass zusätzliche digitale Artefakte beim Kopieren entstehen. |
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| Für die Sicherung von audiovisuellen Daten ist, je nach Alter, Zustand und Verfügbarkeit der Player, ein Umkopieren auf geeignete Trägermaterialien und Formate notwendig. Noch abspielbare Bänder aller gängigen und bisherigen Videoformate können in der videocompany.ch abgespielt und auf Sicherungsformate umkopiert werden. Bänder, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer Degradation befinden, müssen erst restauratorisch behandelt werden. Das Angebot der videocompany.ch umfasst die Erstellung von Archiv- und Sichtungskopien sowie optional die zusätzliche Erstellung einer Arbeitskopie. Die Angaben über das Originalband und die erstellten Kopien werden in einem Bericht zusammengefasst. Optional können weitere Angaben wie eine genaue Zustandsbeschreibung des Bands sowie Recherchearbeiten zum Original ebenfalls erarbeitet werden. |
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Sicherungs-, Visionierungs- und Arbeitskopie Das Sicherungskopieren beinhaltet die Erstellung einer Archivkopie auf den Formaten Betacam SP oder Digital Betacam und die Erstellung einer Visionierungskopie auf DVD oder VHS. Die Archivkopie wird in einem klimatisch kontrollierten Archivraum aufbewahrt. Das Original kann je nach den Bedürfnissen des Kunden ebenfalls im Archiv deponiert werden oder auch wieder an diesen zurückgehen. Für Werke, die häufig benutzt werden um weitere Kopien von ihnen zu erstellen, (Ausstellungskopien im Leihbetrieb) wird zusätzlich zur Archivkopie eine Arbeitskopie, ebenfalls auf den Formaten Betacam SP oder Digital Betacam erstellt. Diese Kopie wird dem Kunden ausgehändigt. Die Wahl für eines der beiden Archivformate hängt stark vom Zustand des vorliegenden Originals ab. Bereits degradierte Werke mit deutlichen Verlusten wie starkem Bildrauschen werden auf das analoge Format Betacam SP kopiert, um zusätzliche digitale Artefakte beim Kopieren zu vermeiden. Der Gesamtpreis für die Erstellung der Kopien setzt sich zusammen aus den Materialkosten für die Bänder und einem Minutenpreis. Der Minutenpreis ist abhängig vom gewählten Format und der Gesamtdauer des zu kopierenden Bandes. Inbegriffen ist die Sichtungskopie auf DVD oder VHS und das Sicherungsprotokoll. Sicherungsprotokoll, Zustandsbericht und Recherche Als Standard gehört zur Sicherungskopie auch ein Sicherungsprotokoll. Dieses umfasst Angaben zum Kassettentyp, Format, zur Spieldauer sowie auch Angaben zu den für die Sicherung verwendeten Geräten und Bändern und dem Lagerungsort im Archiv. Auf Wunsch wird zusätzlich ein genauer Zustandsbericht des Originals verfasst. Weitere Recherchearbeiten zum Original wie Produktionsstudio und geräte, oder genauere Angaben zur Generation des vorliegenden Bandes sind möglich. (Im Falle von installativen Werken ist ein Miteinbezug der Geräte möglich.) Das Sicherungsprotokoll ist im Kopierpreis enthalten. Der Zustandsbericht wird zu einem pauschalen Aufpreis erstellt, die Recherchearbeiten werden nach Aufwand verrechnet. |
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